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Studienkreis Zürcher Mineraliensammler
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Monatsbulletin März - April 2010 (3-4 2010)Liebe Mineralien- und Fossiliensammlerinnen und -SammlerTrotz Winter mit reichlich Schnee bis in die Niederungen ist die Zeit bis zur nächsten Sammeltour nicht mehr so weit. Bis dahin wünsche ich viel Unterhaltung bei der Lektüre des Bulletins und Besuch unserer Veranstaltungen.An der letzten Hauptversammlung wurden nebst den angekündigten Punkten kurzfristig ein paar wichtige Themen zum Traktandum. Ich möchte das Wichtigste hier kurz zusammen fassen:
Ich wünsche Allen viel Freude bei unserem gemeinsamen Hobby. Euer Olivier Roth Hinweis: Kalendereinträge können nun mittels Mausclick in die eigene Kalendersoftware (z. B. Outlook, Exchange, iCal etc.) übernommen werden. Einfach die entsprechenden Kalender-Symbole anclicken. Einladung MärzMär 10Vortrag: "Bernstein" von Willy Kohler, Stüssistr. 73, 8057 Zürich
Die NZZ hat unser Mitglied Willy Kohler auf der DVD "Die Geheimnisse
des brennenden Steins: Bernstein" unter dem Namen "Mister Bernstein
Schweiz" vorgestellt. Willy Kohler hat eine beeindruckende Sammlung von
Bernstein aufgebaut und sich so ein grosses Fachwissen erarbeitet.
Das fliessende Harz hat im Baltikum vor ca. 50 Mio. Jahren eine eindrückliche Dokumentation der damaligen Lebewesen (besonders Insekten, aber auch Pflanzenteile und anderes) in Form von Inklusen (Einschlüssen) eingefangen. In eindrücklichen Bildern des versteinerten Harzes werden wir die Vielfalt und Schönheit des Bernsteins kennen lernen. Weiterführender Link: http://www.nzzformat.ch/108+M54ff4c447b3.html - NZZ-Format mit weiteren Links, Informationen zum Film, Adressen, etc. Wir freuen uns auf diesen Vortrag. Gäste sind auch hier wie immer herzlich willkommen. Einladung AprilApr 14Vortrag: "Die Mineralien des Sainte-Barbe Gang, Les Montmins, Allier, Zentralmassiv, Frankreich" von Gerhard Niceus, Im Feldele 8, D-79426 Buggingen-Seefelden
Die ehemalige Wolfram-Mine "Les Montmins" im französischen Zentralmassiv
hat über 110 verschiedene Mineralien hervorgebracht. Insbesondere
Phosphate und Arsenate von hier erlangten Berühmtheit. Gerhard Niceus
ist uns von seinem früheren Referat bestens bekannt als
ausgezeichneter Kenner und Fotograf von Sekundärmineralien bei
Erzlagerstätten. Wir werden ausgezeichnete Bilder sehen von teils
sehr seltenen Kleinmineralien.
(Bild: Mimetit, Bildbreite 2.1mm)
Für manche wird sich eine neue Welt auf tun!
Weiterführende Links: Dieser interessante Vortrag wird faszinieren - Gäste sind gerne gesehen. 2. ExkursionMai 29
Ausrüstung: Goldwaschkanal, Stiefel, Schaufeln, Kessel, Goldwaschpfannen, Lunch Kosten: Exkursionsbeitrag sFr. 5.- pro Person / Anreisekosten / evtl. Materialmiete (plus Anreise) Durchführung: nur bei geeigneter Witterung Anmeldung bis 16. Mai beim Exkursionsleiter: Michael Josuran, Mülistrasse 2, 8309 Birchwil; Email: mjosuran@gmail.com; Tel: 079 779 92 45 Achtung: Michael ist bis Ende April in Australien, erst im Mai erreichbar! Werkenraum & BibliothekJeden ersten Dienstag des Monats 19.30 - 21.30 Uhr in der Stünzi Nautic AG & SteinparadiesAn der Steinparadies, Steinbruchstrasse 6, Horgen. Es stehen Steinsägen, Poliermaschinen Tumbler, Steinquetsche, Ultraschall-Reiniger und andere Maschinen zur Verfügung. Diese können gegen eine kleine Gebühr (Verbrauchsmaterial und Strom) benutzt werden. Da können auch die Bücher, Zeitschriften und DVDs des Vereins ausgeliehen werden. Das Verzeichnis ist abrufbar unter Bibliothek Nächste Daten: 2. März, 6. April und 4. Mai 2010 Mär 2Apr 6Mai 4NeueintritteAus Datenschutzgründen haben wir die Namen und Adressen unserer Neumitglieder entfernt.Mitglieder können diese selbstverständlich jederzeit beim Aktuar (E-Mail: Philipp Kuster) erfragen. Vitrine an der ETHIn unserer Vitrine an der ETH-Zürich werden ab 12. März wunderbare Rauchquarze und Fluorite aus dem Mont Blanc zu sehen sein. Unser Mitglied Thilo Arlt, ehemals Redaktor des Schweizer Strahlers, ist seit einem Jahr Berufsstrahler und war auch 2009 erfolgreich. (Ein Tipp: die meisten Stufen sind käuflich). Weitere Infos auch unter: http://www.der-strahler.ch).
Gesucht: Weitere Leihgeber - Kontakt: Uwe Störrlein, Birchstrasse 29, 8057 Zürich; M: 079 375 72 70; Email: uwe.stoerrlein@alabus.com Die Vitrine befindet sich im ETH-Gebäude NO an der Sonneggstr. 5 auf dem Stockwerk D neben der (öffentlichen) Bibliothek Erdwissenschaften. Öffnungszeiten: Di-Fr 9-17, So 10-16, geschlossen: Sa u. Mo; www.focusterra.ethz.ch Wo suchen? Folge Nr. 4In der letzten Folge wurden die Anzeichen beschrieben, die zur Aufspürung von Drusen und andere Mineralfundstätten hilfreich sein können.Einige wunderbare Mineralien (und Edelsteine) kommen hauptsächlich in Pegmatiten vor. Obwohl man mit wenigen Ausnahmen (z.B. Misox, Bergell) in der Schweiz wenig Pegmatite findet, soll hier erläutert werden, wie man da Mineralien finden kann, denn weltweit gibt es unzählige Fundstellen in Pegmatiten. Pegmatit ist die Bezeichnung für die grobkörnige Varietät eines magmatischen Gesteins, in den meisten Fällen mit granitischer Zusammensetzung, d.h., enthalten sind wie im Granit: Quarz, Feldspat und Glimmer. Pegmatite bilden typischerweise gang- oder linsenförmige Gesteinskörper in anderen Gesteinen mit Mächtigkeiten in der Grössenordnung einiger Zenitmeter bis einiger Meter. Die Gänge können intern zoniert sein, das heisst, bestimmte Minerale treten eher am Rand, andere im Kern des Pegmatits auf. Die mineralführenden "Pockets" (Taschen) können wenige Zentimeter bis mehrere Meter gross sein und sind gehäuft in Schichten rund um einen quarzhaltigen Kern besonders in zonierten Pegmatiten zu finden. In gewissen Pegmatiten häufen sich allerdings die Taschen an der höchsten Stelle. Nicht jeder Pegmaitit hat einen quarzhaltigen Kern und/oder Pockets. Ein mögliches Anzeichen für mineralführende Taschen sind Muskovit-Pakete (heller Glimmer; im Gegensatz zu Biotit {schwarzer Glimmer}, der weniger gerne gesehen wird) in den Kontaktzonen. Zu beachten gilt, dass viele der gesuchten Mineralien (Turmalin, Beryll etc.) in Pegmatiten auch gesteinsbildend (d.h., ohne Hohlraum direkt im Gestein liegend) vorkommen. Diese sind durchaus sammlungswürdig, wenn auch die in den Hohlräumen frei gebildeten Kristalle eine bessere Qualität aufweisen, aber auch einiges seltener sind. Es kann also folgendes Vorgehen empfohlen werden: 1. Suche nach losen Kristallen im umliegenden Schutt unter dem Pegmatit, 2. Suche nach im Gestein eingebetteten Mineralien, 3. Suche nach der quarzigen Kernzone und Absuchen des Randbereichs dieser Zone, 4. Suche nach Muskovit, lockerem Quarz, Rissen oder gar bereits offenen Taschen. Wie überall ist hier auch auf feine Anzeichen zu achten - die "groben" Anzeichen wurden wohl längst entdeckt und bearbeitet. Jeder Pegmatit ist anders - genau beobachten und gesteinsbildenden Mineralien folgen! Nächste Folge im
nächsten Bulletin
VorschauMai 12Den Referenten, Dr. Paul Rustemeyer, braucht man mittlerweile nicht mehr vor zu stellen - in wunderbaren Bildern, auf spannende, wissenschaftlich korrekte und allgemein verständliche Weise werden wir erfahren, was sich wohl jeder Mineraliensammler schon fragte: woher kommen all diese Farben? Nächstes BulletinDas nächste Bulletin erscheint Ende April 2010.
Kurzbeiträge zu Sachfragen, Erlebnisberichte, Kleininserate (für Mitglieder gratis),
Hinweise, Beobachtungen u.s.w. sind bitte bis spätestens 10. April einzureichen
an Olivier Roth, Binzeggerweg 3, 8180 Bülach, Tel: 044 860 14 54, Fax: 044 860 14 54, E-Mail: oroth@kristalle.ch
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