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Exkursionsbericht: Piz Beverin (Glaspass) vom 28./29. Juni 03

Am 28./29. Juni, inmitten der so eindrücklichen Sommerhitze-Periode finden sich 28 Teilnehmer frühmorgens am Glaspass ein.

Von elfjährigen Schatzsuchern bis zum 84 jährigen Routinier sind alle Altersgruppen vertreten und mit den verschiedensten Schürfgeräten bewaffnet bereit einen neuen Superfund zu heben. Heute Samstag geht's zur "Weissen Nolla" - die meisten Autos finden den Weg zum beschriebenen Parkplatz - bei den anderen helfen die Beifahrer auf den richtigen Weg. So machen sich schliesslich Dick und Dünn auf dem Wanderweg über die schwarze Nolla zur Alp Masügg. Ein paar Teilnehmer orten bessere Chancen in der weniger weit entfernten "Schwarzen Nolla" den anderen erläutert Röbi Hauser die Kluftanzeichen im horizontal liegenden Bündnerschiefer: bei einer Einschnürung im Schiefer, einem darüber liegenden "Sack" und einem vertikalen Quarzband soll man etwas unterhalb graben. Der Quarz sollte sich einfach wegbrechen lassen und dann geht die Kluft auf...

Das tönt ja ganz einfach. Die elf- und zwölfjährigen Buben sind ganz fasziniert - ihre Mutter findet allerdings das Gelände etwas arg steil. Etwas später sind dann für andere Mineraliensucher die zahlreichen umgestürzten Baumstämme schier (oder gänzlich) unüberwindbare Hindernisse. So verteilt sich die beträchtliche Sammlergruppe im nu von selber im grossen Gebiet. Ab und zu begegnet man wieder einem der Schatzsucher und befragt sich über den bisherigen Erfolg. In der Nolla liegt ein riesiger Block und ein paar der unsrigen arbeiten an einer Spalte, die das ganze Gesteinspaket durchquert. Es ist eine schöne Kluft, die im Gestein vom Piz Beverin heruntergestürzt sein muss. Die Quarze sind vereinzelt bis 10 cm lang und die Calcitrhomboeder etwa gleich gross. Aber eine Stufe bergen zu können ist mit normalem Handwerkzeug unmöglich und einzelne Kristalle herauszubrechen ist auch nicht unsere Art. Im Schutt finden sich ein paar nette Kristalle und am Rand gelingt es doch noch ein paar Stufen zu wegzumeisseln. Röbi zertrümmert irgendwo ein Quarzband rein zufällig (er vermutet eine Kluft darunter) um dann im Inneren ein paar wunderbar klare Kristallstufen zu bergen... Aber auch viele andere werden durchaus fündig und kehren zufrieden ins Gasthaus Glaspass.

Nach gutem Nachtessen, mehr oder weniger Bieren und einem kühlenden Gewitter gehen alle erstaunlich früh ins Bett. Manche sind ob der anhaltenden Sägegeräusche erstaunt, dass das Holzhaus am nächsten Morgen noch steht (ob sie dabei von Klüften und Kristallen träumen konnten, entzieht sich meiner Kenntnis)...

Am Sonntag geht's unter die Zwölffingerstöcke wo sich aber heute das Glück rar macht. Die meisten finden es an der prallen Sonne etwas gar durstig - da hilft ein Schluck im Gasthaus Glaspass wo sich die meisten am Nachmittag verabschieden.

Röbi, vielen Dank für die tolle Exkursion!

Olivier Roth


Weiterführender Link: Berggasthaus Beverin - Glaspass

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