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Technorama in Winterthur

Eisblumen: eine Attraktion im Technorama

Am 13. Februar 2007 wurde im Technorama in Winterthur ein neues "Experiment" vorgestellt: "Eisblumen". In einem Winter wie 2007 ohne Schnee kann man nun die Eiskristalle im Museum bewundern.

Eisblumen an Fensterscheiben sind rar geworden

Ron Hipschman zeigt sein 'Exploratorium Cookbook III' An der Vernissage des Experiments überbrachte Ron Hipschman vom Exploratorium bei San Francisco eine Grussbotschaft. Denn die ursprüngliche Idee zu dieser Installation hatte Charles Sowers, der sie unter dem Namen "Watch Water Freeze" am Exploratorium auch umsetzte.
Bild rechts: Ron Hipschman zeigt sein "Exploratorium Cookbook III"
In seinem Referat betonte Ron Hipschman die Wichtigkeit des spielerischen Umgangs mit wissenschaftlichen Phänomenen und Methoden um neue Exponate zu kreieren. Schliesslich machte er anhand der Filme mehrerer Installationen deutlich, wie unscharf die Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft in manchen Gebieten ist - was auch mit Bestimmtheit für die "Eisblumen-Installation" gilt.

Heinz Ammann erläuterte anschliessend die Konstruktion seiner Version Heinz Ammann, Mitarbeiter des Technoramas, erläuterte anschliessend die Konstruktion seiner Version. Anhand von mehreren Experimenten und Verbesserungen wurde eine leistungsfähige Maschine gebaut und ein Bedienungskonzept erarbeitet.

Die Anordnung des Experiments 'Eisblumen' Zirkulierendes Wasser mit Gefrierschutz kühlt die quadratische Scheibe auf unter 0°C. Somit gefriert auf die Scheibe gebrachtes lauwarmes Wasser in 2-3 Minuten. Da durch den Kristallisations-Prozess wieder Energie in Form von Wärme freigesetzt wird, dauert auch das Kristallwachstum ein paar Minuten. Die Eisblumen genannten entstehenden Bilder haben faszinierende Formen. Diese werden allerdings erst durch den Polarisations-Filter in den verrücktesten Farben gut sichtbar.

Eis kristallisiert hexagonal, bilden also sechseckige Säulen oder Scheiben. Je nach Wachstumsbedingungen (Sättigung der Lösung, Temperatur, Druck, Zeit) variert die Kristallform. Die 'Morphologie' von Eiskristallen Die Website SnowCrystals.com bietet viele hervorragende Bilder und Hintergrund-Informationen. Folgende Sites enthalten weitere Informationen:

Das Phänomen des polarisierten Lichts wird von Michael L. Sitko (Department of Physics, University of Cincinnati) ausgezeichnet erläutert: Polarization. Durch den Polarisationsfilter wird ungerichtetes Licht so gefiltert, dass nur noch gerichtetes Licht durchdringt. Auch Kristalle polarisieren Licht je nach Einfallwinkel. Somit können durch den Polarisationsfilter Kristallstrukturen sichtbar gemacht werden. Die so entstehenden Bilder zeigen häufig bizarre und unerwartete Formen in den faszinierendsten Farben. Blick durch den Polarisationsfilter
Blick durch den Polarisationsfilter

Die folgenden Bilder sind ein paar Muster von Eisblumen. Die Bilder 1 und 2 stammen aus Graubünden, Bild 3 wurde vom Technorama zur Verfügung gestellt und die anderen sind anlässlich der Vernissage im Technorama entstanden.
Die kleinen Bilder anclicken und anschliessend im Browser "Zurück" (bzw. "back") clicken.
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Weitere Bilder von Eiskristallen findet man unter Google Bilder
Ein paar weitere Bilder verschiedener Kristalle durch den Polarisationsfilter sind unter Micro-Crystals In Polarized Light, And How To Grow Them zu finden.

Das wirklich faszinierende "Experiment" ist ein Besuch wert - zudem bietet das Technorama noch viele andere phänomenale Installationen! Viel Spass beim Eiskristall-Züchten!

Februar 2007, Olivier Roth
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