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Mitgliederbeitrag: "Heinz Down Under IV"

Australien, Ostern 2001

Hallo zaeme, da bin ich wieder.

Richtig fleissig! Also wir waren in Cairns. Von Cairns aus sind wir dann natuerlich mit der beruehmten Kurandabahn nach Kuranda gefahren. Auf dem Barron River haben wir eine Schiffahrt gemacht und sogar ein Suesswasserkrokodil gesehen. Sonst ist Kuranda eine Touristen-"Stadt" mit vor allem Souvenirlaeden, Beizen etc. Es gibt zwar ein Buttefly-Sanctuary, einen kleinen Zoo und am Wochenende einen Markt. Das Schmetterlings-Sanctuary haben wir an einem andern Tag besucht. Von Kuranda sind wir mit dem Skyrail (einer Gondelbahn) über den Regenwaldwipfeln, mit zwei Unterbruechen bei denen man einen Spaziergang machen und in einem Visitor Centre interessante Dokumentationen ansehen konnte, "zu Tale geschwebt". Einen Tagesausflug haben wir von Cairns aus nach dem Cape Tribulation gemacht. Ein kurzer Abstecher nach Port Douglas (vor allem für Snobs) hat uns ohne Anhalten gleich weiterfahren lassen. Cape Tribulation war für uns der noerdlichste Punkt an der Ostkueste. Wir sind lange am Strand gewandert. Leider konnten wir an der ganzen Ostküste nicht baden. Einerseits waren die Wellen zu hoch, und wo das Barrier Riff diese abgeschirmt hat, war das Meer voller gefaehrlicher Quallen und Haifische. Also mit Baden im Meer war nichts! Von Cairns aus gings dann noch mit dem Auto an Kuranda vorbei in die Atherton Tablelands.

In Malanda haben wir die Ostertage verbracht und von dort aus zwei Tage Ausfluege gemacht. Es gibt dort oben viele schoene Wasserfaelle und da es praktisch immer wieder regnet, haben sie auch genuegend Wasser. Auf der Fahrt am Ostersonntag von Malanda Richtung Suedwesten haben wir auch die Millstreamfalls besucht. Es sind die breitesten Faelle von Australien aber der Rheinfall scheint mir doch noch breiter zu sein! Wasserfallbesuche sind immer mit einer laengeren oder kuerzeren, steileren oder ebeneren Wanderung verbunden. Dann folgten die "Lava Tubes". Es sind innen hohle alte Lavastroeme, die man mit einer Fuehrung besichtigen kann.

Mt. Surprise war dann wieder Station. Von Mt. Surprise aus sind wir zweimal 40 km auf einer Naturstrasse zum O'Brians Creek gefahren und haben Topas gesucht und sogar welche gefunden. Auf der Weiterfahrt waren die Tallaroo Hot Springs eine angenehme Abwechslung und ein Bad im 34 warmen Pool war sehr entspannend. Nach einer Nacht in Georgetown gings dann mit Anhaenger 40 km auf Naturstrasse (aber meistens gut) nach Foresyth. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Zug (1 mal die Woche) bis Wirra Wirra (der Zug faehrt bis Mt.Surprise). Wirra Wirra ist gar kein Bahnhof, sondern nur ein Schild an einem Baum. Der Zug haelt dort, wo eine "Strasse" über die Schienen geht (zu einer Farm) und der Besitzer des Campingplatzes hat uns mit unserm Wagen wieder abgeholt (1 Std.). Es ist ein sehr schöner Zug, der sofort anhaelt, wenn ein Känguru oder sonst etwas auftaucht, damit man fotographieren kann. Manchmal haelt er auch und der Lokifuehrer macht einen auf seltene Blumen oder etwas Interessantes in der Landschaft aufmerksam. Wo gibt es sowas noch !! Am Nachmittag gings dann zur Cobbold Gorge. Mit einem Elektroboot faehrt man durch die z.T. senkrecht aufragenden Felsen. Am Ende wechselt der Bootsfuehrer, in unserm Fall eine Bootsfuehrerin, einfach den Sitzplatz von einem Ende des Bootes zum andern und faehrt wieder zurück. Am Schluss kann man noch herrlich in einem "Pool" des Flusses baden und weil wir allein waren, sozusagen "Privatfuehrung".

Die Fahrt zum Agate Creek war lang und anstrengend, aber es hat sich gelohnt und wir haben ein paar sehr schöne Achate gefunden. Am nächsten Morgen fanden wir, dass wieder einmal ein Ruhetag angebracht waere und sind noch 1 Tag geblieben. Es gibt auch dann immer zu tun (Waesche, Steine sortieren, mal lesen). Das Wetter ist seit den Atherton Tablelands wieder schoen. Tagsueber heiss und nachts angenehm kuehl. Weiter gings über Georgetown - Crydon - Normanton nach Kuruma am Golf von Carpentaria. Herrlicher Sonnenuntergang vom Garten der Sunset Tavern. Heute assen wir mal den herrlichen Barramundi mit Salat und einem Glas Wein (oder zwei !).

Weiter gings suedwaerts über den Mathilda Highway (und einer Uebernachtung im Bruce & Willis Roadhouse Camp.-Platz) nach Cloncurry. Die Strasse ist wieder einmal abwechslungsweise 2 spurbreit und eine spurbreit geteert. Das ist halt der "Outback", aber uns gefaellts. Wir haben hier wieder einmal eine Kontakt-Tel.nummer und die heisst Joe Vipen, ist passionierter und pensionierter (79 Jahre alt) "Rockhunter" und freut sich, da er selber nicht mehr autofahren kann, mit uns an ein paar Fundstellen zu fahren. Gottseidank war er mit uns, wir haetten das nie gefunden oder laengst gedacht, dass wir uns verfahren haetten, da man die "Piste" manchmal erst ein Stück weiter wieder entdeckte. Dafür war es sehr spannend und wir haben Malachite, Bändersteine u. Achate gefunden. Sogar wilde Kamele haben wir angetroffen.

Nach ein paar aufregenden Tagen gings dann weiter und in Camooweal haben wir das letzte mal in Queensland übernachtet. Camooweal ist an der Grenze zu den Northern Territories und damit u.a. auch zum sogenannten "roten Zentrum" Australiens". So, das wärs wieder mal für heute.

Ich verspreche, es dauert nicht mehr so lange bis zum nächsten mal. Liebe Grüsse allerseits und haltet die Ohren steif.

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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