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Mitgliederbeitrag: "Heinz Down Under VI"

Australien, Juli 2001

Grüezi mitenand.

Es geht weiter in Darwin und weiter noerdlich geht es auch gar nicht mehr. Es fing mit einer Einladung zum Mittagessen beim Sohn und Familie von Freunden in der Schweiz an. Dann bekam ich von einem Crevettenfischerbootsbesatzungmitglied (was für eine Wortschoefpung!) einen ganzen tiefgefrorenen "spanish makrel". Ich habe in meinem Leben noch keinen Fisch selber ausgenommen. Gottseidank hat das der Sohn des Camp.besitzers für mich getan. Er hat dafuer auch den halben Fisch bekommen. Eine Bootsfahrt auf dem Adelaide River, ein Flug nach Bathurst Island zu den Tiwi Leuten, ein weiteres Treffen mit Familie Geering liess die Zeit im Flug vergehen. In "Tiwi Island" haben wir eine ganze Menge über die Sitten und Gebraeuche der Aboriginies, die dort noch weitgehend "unverdorben" sind, erfahren. Ein Museumsbesuch in der Indo Pacific Marina ueber Korallenriffe und eine Ausstellung ueber die Perlenfischerei haben uns auch viel neues gezeigt.

Aber dann gings wieder weiter zum Kakadu Nat.Park. Leider sind die Sehenswuerdigkeiten dort ziemlich weit auseinander und die Landschaft eher eintoenig. Unbedingt sehenswert sind aber die Felsmalereien der Aboriginies am Ubirr und am Nourlangie Rock. Einige andere interessante Sachen waren gesperrt (noch zuviel Wasser). So fiel der Besuch eher kurz aus. Edith-Falls mit einer tollen Wanderung am fruehen Morgen und einem herrlichen Bad zum Abkuehlen im "Waterhole" und die Fahrt zu den Kathrine-Gorges folgten. Eine Bootsfahrt durch die ersten zwei von 13 Schluchten dieses Systems und ein Helikopterflug darueber waren einmal mehr tolle Erlebnisse. Hier haben wir auch ganze Baeume voll Flughunde gesehen. Die haengen wie Fruechte in den Aesten und in der Abenddaemmerung schwaermen sie aus. Das war ein Anblick!

Naechste Station war Victoria River Roadhaus und dann gings zur Grenze nach West-Australien. Hier durfte man keinen Honig, keine Fruechte und kein Gemuese ueber die Grenze nehmen. Die Kontrollen sollten streng sein, aber das waren sie eigentlich nicht. Hier mussten wir auch die Uhr 1 1/2 Stunden zurueckstellen, was hiess, dass es schon um 5 uhr nachmittags dunkel wurde. Dafür war es um 6.30 morgens schon hell! Aber man gewoehnt sich an alles. So richtige Abende wie bei uns im Sommer gibt es hier nie. Innerhalb einer halben Stunde ist es dunkel. Standort war Kununurra.

Am nächsten Morgen fuhren wir nochmals über die Grenze in die Northern Territories in den Keep River Nat.Park. Auf dem Rueckweg an der Grenze gabs eine neue Kontrolle und diesmal war sie gruendlich. Wir musste 3 Bananenschachteln mit Steinen ausraeumen und bekamen neue Schachteln dafuer. Die Bananenschachtel, die noch im Wohnwagen war, haben wir dann spaeter noch verbrannt. Auf einer 6-stuendigen Bootsfahrt auf dem Lake Argyle (mit Aperogebaeck und Wein oder Champagner zum Sonnenuntergang!)konnte man so schoen ausruhen und am naechsten Tag frisch und froehlich nach Turkey Creek fahren. Am naechsten Morgen starteten wir um 8 h mit Betty, "unserer" tuechtigen, jungen Helipilotin zu einem gut dreiviertelstuendigen Flug ueber die Bungle Bungles. Nachher stellten wir unsern Wohnwagen in "storage", d.h. auf einen einigermassen geschuetzten Platz ausserhalb des Campgrounds.

Nun gings mit dem Troopie auf die Fahrt in den Bungle Bungle Nat. Park und zwar auf einer grauenhaften Piste. Fuer 52 km brauchten wir gut 2 1/2 Stunden und mussten durch etwa 13 Creeks mit Wasser, das z.T. bis zum Nummernschild tief war, fahren (Afrika laesst gruessen). Unterwegs haben wir dann noch gemerkt, dass saemtliche Lampen und Laternen (inkl. Camping Gaslampe) "zuhause", d.h. im Wohnwagen geblieben waren. Zuerst war ich stocksauer und wollte gleich umkehren, aber dann hat der Humor schlussendlich wieder Oberhand gewonnen. Zum 1. Mal haben wir unser schoenes "Wurfzelt" in Gebrauch genommen und festgestellt, dass es schon ein bisschen eng war. Aber mit Liegen in Gegenrichtung ( Kopf bei Fuessen des andern) ging es einigermassen. Gekocht wurde sehr einfach (Fertignudeln und Salat). Geschlafen haben wir nicht so viel. Alles war ein bisschen ungewohnt. Trotzdem waren und bleiben fuer mich die Bungle Bungles das Groesste. Die zwei Wanderungen am andern Morgen in die "Cathedral Gorge" und in den "Echidna Chasm" waren ein Erlebnis fuer sich. Dank der "Strasse" hat es natuerlich auch nicht so viele Touristen dort, aber es waren immer noch genug, da sich Leute auch einfliegen lassen und dann in einem komfortablen Camp uebernachten. Leider mussten wir auch wieder ueber dieselbe "wunderbare" Piste zurueckfahren und hatten dann das Gefuehl, dass wir eigentlich fuer die naechsten paar Tage genug geschuettelt waren. So waren wir auch froh, dass die naechste Etappe ziemlich kurz war und wir schon am fruehen Nachmittag auf einem ganz inoffiziellen "Camping" ankamen.

Mary Pool ist ein sehr schoener Uebernachtungsort, der ein Geheimtip von einem netten Zeltnachbar war, was aber auch viele andere zu wissen scheinen. Es gibt dort nur zwei ziemlich primitive WC-Häuschen. Aber immerhin. Dafuer ist der Platz an einem Fluss, den man zuerst auf einer Furt ueberquert, mit vielen alten Baeumen. Da wir recht muede waren, gings auch frueh in die Heia und deshalb sage ich auch jetzt "Guet Nacht", und bis zum nächsten Mal.

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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