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Mitgliederbeitrag: Heinz Down Under NZ I

Neuseeland, Ende Oktober 2001

Hallo alle miteinander,

Hier sind wir wieder und diesmal aus Neuseeland. Wir waren froh, uns wieder einmal 10 Tage auf dem Schiff um nichts kümmern zu müssen. In Melbourne und Sydney haben wir zwar Australien nochmals bye bye gesagt und dann warens nur noch 2 1/2 Tage bis Auckland. Ein Bekannter, Karl Boeni, der vor ein paar Jahren ganz in unserer Nähe gewohnt hat und seit 4 Jahren wieder in Neuseeland lebt, hat uns am Abend abgeholt. Am Montag konnten wir dann mit Mark von Adventure Travel unser Wohnmobil in Tauranga (gut 2 1/2 Std. südöstlich von Auckland) abholen.

Am Dienstag, um 13.30 h, haben wir bereits unsern Sohn Markus am Flughafen abgeholt und sind noch auf einen Campingplatz nördlich von Auckland nach Takapura gefahren. Am nächsten Morgen gings dann los Richtung Norden. Mit ein paar Unterbrechungen und einem Strandspaziergang haben wir am Abend Paihia erreicht. Tagwacht um 05.40! Frühstück und dann wurden wir um 07.10 von einem Bus im Park Resort (unserm Camp.) abgeholt für die Fahrt zum Cape Reinga. Wir waren im ganzen nur 13 Passagiere und in Alex hatten wir einen ausgezeicheten Chauffeur, der viel wusste und uns auf vieles aufmerksam machte. Der erste Halt galt einem Maorie Marae. Alex hat kurz vor der Ankunft einen Maori-Führer einsteigen lassen der uns erklärte, wie wir uns dort zu verhalten hätten. Ein Marae ist für die Maoris ein Versammlungsort mit grosser Ahnenverehrung und es herrschen strenge Vorschriften, wie man sich dort verhalten muss. Gottseidank war es nicht so ein "Touristen-Marae" und wir wurden sehr herzlich empfangen von 3 Leuten, die ganz normal angezogen waren und nicht bemalt und tanzend, wie es oft an andern Orten der Fall sein soll. Es war wirklich eindrücklich und Alex hat uns gesagt, dass sie 8 Jahre brauchten, um so viel Vertrauen zu bekommen, dass sie mit ihren Bussen dort willkommen sind. Ken, unser Maori-Führer, der im übrigen eine Farm besitzt, hat uns sehr gut vorbereitet. Ich denke, es war für alle ein schönes Erlebnis.

Doch dann gings weiter an die "90 Mile Beach" (sie ist eigentlich "nur" 80 km lang) und der Bus fuhr alles auf dem Strand und teilweise im Wasser. An zwei Orten konnte man kurz aussteigen. Irgendwann kam dann der Punkt, an dem es keine Zurück mehr gab, da die Zeit zu knapp wäre, bis zur Flut wieder am Ausgangspunkt zu sein. Es gibt keine Möglichkeit, dazwischen den Strand zu verlassen und so passiert es immer wieder mal, dass ein Auto steckenbleibt und nicht mehr gerettet werden kann. Am Schluss fährt man dann einen Fluss hoch, ca. 1,5 km. An diesem Fluss gibt es riesige Sanddünen und an einer Stelle hat Alex angehalten und wer wollte konnte mit einem Brett hinaufkraxeln und auf dem Bauch wieder runter sausen. (Ich habe verzichtet, aber Heinz und Markus waren dabei). Nach einem Kaffeehalt gings dann zum Cape Reinga. Es ist der nördlichste Punkt von Neuseeland. Vom Leuchtturm tolle Aussicht. Nach einem nicht eben umwerfenden Mittagessen ging die Fahrt wieder südlich und mit einigen Unterbrüchen waren wir um 17.45 h (fast eine Stunde später als eigentlich vorgesehen) wieder in Paihia.

Und schon gings anderntags wieder südwärts. Eine kurze Wanderung im Waipuoa Kauri-Wald zum "Tane Mahuta" einem Riesenkauribaum mit 51,51 m Höhe und einem Umfang von 13.77 m hat uns wieder einmal etwas Bewegung verschafft. Leider kam auch schon wieder Regen, der aber bald vorbei war. Kurz vor Dargaville zum Baylys Beach Camp. und einem gut 20 minütigen Spaziergang zum Strand. Und dann gings wieder zurück nach Auckland, Manukau Camping und die ersten 4 Tage von Markus Besuch waren vorbei. Nach einem erneuten Fahrzeugtausch (an unserm 1. Fahrzeug musste noch einiges gemacht werden) konnten wir "unser" Wohnmobil nun einrichten. Die Fahrt ging dann wieder weiter um die Halbinsel Coromandel zur "Hot Water Beach". Camping direkt am Meer. Der Name "Hot Water Beach" ist richtig, denn an einer Stelle kommt heisses Thermalwasser aus dem Boden und man kann sich mit einer Schaufel seinen eigenen "Pool" graben. Nur aufgepasst! stellenweise ist es zu heiss um stillzustehen! Es war herrlich und wir haben sogar einen Sonnenbrand eingefangen (Markus sogar ziemlich gewaltig).

Am nächsten Morgen konnten wir draussen frühstücken (es war leider das einzige mal!) und dann ging die Reise weiter (mit Strandpaziergängen dazwischen) bis nach Whakatane, Ohope Beach Camp. Von dort aus gings am andern Tag weiter nach Rotorua. Leider wurde das Wetter immer schlechter, d.h. es regnete immer wieder mal. Beim Besuch der Okere Falls trafen wir ein Fernsehteam, das einen Werbespot mit "Riverrafting" für eine kanadische Biermakre drehte. Das war ganz interessant, da mal eine Weile zuzusehen. Dann zum "Hellsgate". Ein Rundgang mit thermischen Aktivitäten wie Fumarolen, Mudpools (Schlammblasen), Hotlakes (heisse Seen). Nach gut 2 Stunden zurück beim Auto hat ein Herr Pfau eine Riesenshow abgezogen und sein schönes Rad in allen Varianten gezeigt, obwohl ihn der Wind fast umgeblasen hat.

Am Sonnntagmorgen wurde Markus um 9 h abeholt zum Riverrafting. Heinz und ich fuhren nach Waimangu und machten die Bootsfahrt auf dem Rotomahana See. Um 14 h zurück im Camp. Markus kam erst nach 15 h zurück. Wir wollten eigentlich noch das Waimangu-Tal hinunterwandern und die thermischen Aktivitäten beobachten. Bis wir dort waren, goss es wieder wie aus Kübeln. Am nächsten Morgen fuhren wir zuerst nach Waiotapu, wo der "Lady Knox Geysir" pünktlich um 10.15 zu spucken begann (mit Hilfe von 1,5 Kg Seifenpulver, das der Guide in die Öffnung schüttete!). Nachher gings zurück nach Waimangu und, glücklicherweise ohne Regen, das Tal mit all seinen Sehenswürdigkeiten hinunter. Das schönste war der Infernokrater mit dem wunderschönen, türkisblauen Kratersee. Wieder nach Waiotapu für den Rundgang im "Thermal Wonderland" mit verschiedenfarbigen Pools, kleinen Sinterterrassen und vielem mehr. Dann gings weiter nach Weirakei und einem ganz einfachen, aber sehr ruhigen Camp.Platz und am nächsten Morgen zur Rundwanderung zu den "Craters of the Moon", auch wieder thermische Aktivitäten und dann zum Huka-Fall. Durch den vielen Regen haben die Wasserfälle jetzt alle viel Wasser.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Taupo fuhren wir noch bis Raglan, diesmal an der Westküste. Viele Surfer! Das Wetter machte immer hin und her. Viel Wind und recht kühl. Nach dem Frühstück am andern Morgen fuhren wir über Waingaro fast alles über Hügel mit phantastischer Aussicht nach Port Waikato.(Das Wai bedeutet in der Maorisprache: "Wasser"). Da es allen so gut gefiel, blieben wir noch eine Nacht und verbrachten die meiste Zeit am Strand. Und dann rief doch wieder Auckland. Am Nachmittag gings noch in die Stadt, resp. nach Auckland City und schon war der letzte Abend für Markus in Neuseeland gekommen. Leider musste er am Samstagnachmittag bereits wieder nach Hause fliegen, aber es war schön, dass er uns besucht hat.

Damit bin ich auch am Ende meines 1. Reiseberichtes aus Neuseeland. Ich werde mir Mühe geben, dass es nicht immer so lange dauert bis zum nächsten. Wir freuen uns auch über Nachrichten von zuhause und sagen bis bald und "händs schön"

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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