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Mitgliederbeitrag: Heinz Down Under NZ I

Neuseeland, November 2001

Grüezi mitenand,

Nach Markus Abreise mussten noch ein paar Sachen an unserm neuen "Heim" in Ordnung gebracht werden. Dachluken abdichten (das hat Heinz selbst gemacht), elektrische Schalttafel erneuern etc. Aber dann gings wieder los Richtung Coromandel-Halbinsel. Unser 1. Halt war für eine Nacht Orere Point am "Firth of Thames". Dort haben wir mit Max, einem 6 Monate alten Labrador einen Strandspaziergang gemacht. Dann gings weiter der Küste entlang nach Thames-Tauru. Heinz versuchte sich wieder mal beim Goldwaschen, aber ohne Erfolg. Wetter sehr wechselhaft und viel Wind. Leider ist uns auch der Kühlschrank ausgestiegen, sodass wir am andern Morgen wieder nach Auckland zurück mussten, um einen andern einbauen zu lassen. Wir habens dann aber doch noch geschafft, gegen Abend in Waihi Beach zu sein, wo wir von David und Noeline Orchard (angetroffen in Adelaide, auf dem Zeltplatz) eingeladen waren. Leider war Noeline an einem Kongress in Wellington, aber wir konnten bei David im Garten unseren Palast abstellen mit Strom vom Haus.

Weiter gings anderntags bei noch passablem Wetter am Morgen, aber schon wieder Regen gegen Mittag,über Whakatane zum Tirohanga Beach Motor Camp. Schön gelegen hinter einer Düne, direkt am Strand. "Dank" dem welchselhaften Wetter beschlossen wir, die Halbinsel vom East Cape erst im Rückweg von der Südinsel zu fahen, in der Hoffnung, dort dann auch baden zu können. Wir fuhren also durch die landschaftlich sehr schöne Waioeka-Schlucht mit einem Abstecher an die Motu-Falls. Von der Mitte einer kleinen schwankenden Fussgängerhängebrücke aus, sieht man direkt auf die Fälle hinunter, die nach dem vielen Regen natürlich viel Wasser haben. Nach einer Nacht in Gisborne war das Thermalbad in Morere angesagt. Es war herrlich, im 34° warmen Wasser zu sitzen und die Knochen aufzuwärmen. Leider waren die Mangaone Caves wegen Fehlens eines Führers und Krankheit des "Hausherrn" geschlossen. Dafür konnten wir bis zum Steinbruch fahren und dort versteinerte Muscheln finden. Wir haben sogar die Nacht im Steinbruch verbracht nur beobachtet - aus sicherer Distanz - von ein paar Schafen und mit herrlicher Aussischt auf die Mahia Peninsula, sofern es das Wetter zuliess. Nach dem Frühstück nochmals Muscheln suchen und dann wieder runter und zur Mahia-Halbinsel und dem Camp.Platz in Opoutama, direkt am Strand. Verschiedene Strandspaziergänge in der nähern Umgebung. Am Morgen klart es auf (nach dichtem Nebel um 6h früh) und das Wasser der Bucht ist wunderbar türkisfarben. Endlich einmal ein schöner Tag mit Sonne!

Über Wairoa (mit "vulkanischem Kügeli"-Strand, anstatt Sand) gings dann Richtung Lake Waikaremoana im Te Urewere Nat.Park. Leider wars schon wieder stark bewölkt. Der Camping Platz liegt idyllisch direkt am See. Wenn es nur ein bisschen wärmer wäre! Wir machten dann doch am andern Tag verschiedene kleine Wanderungen durch Regenwald und an Wasserfälle aber die Wanderung am dritten Morgen zum Lake Waikareiti musste kurzfristig wegen Aussicht auf Regen wieder abgeblasen werden. Schade!

Die Weiterfahrt durch den Te Urewera Nat.Park auf einer guten Schotterstrasse wäre bei schönem Wetter wahrscheinlich noch eindrücklicher gewesen. Nun kamen wir nocheinmal durch Waiotapu und haben die Mudpools (ich liebe diese Schlammblubberpfützen!!) nochmals besucht. Diesmal hatten wir auch Zeit, noch nach Orakei Korako zu fahren, das auch "Hydden Valley" genannt wird. Auch dort gibt es viele thermische Aktivitäten und nach einer Bootsfahrt über den Fluss eine schöne, 1-stündige Wanderung (die bei uns natürlich 2Std. dauerte, weil es so viel zu sehen und zu beobachten gab). Nach einer Nacht in Taupo (wieder mit Regen) fuhren wir zum andern Ende des Lake Taupo nach Turangi, wo im Visitor Centre ein interessanter Videofilm über den Ausbruck des Mr. Ruapehu 1995 gezeigt wird. Der Campingplatz in Motouopa liegt direkt am See. Am andern Morgen war gottseidank wieder einmal schönes Wetter und wir sind ziemlich früh losgefahren zum Tongariro Nat.Park. In Tangiwai ist eine Gedenkstätte für die Opfer eines Zugsunglücks, als am 24. Dezember 1953 der Kratersee des Mt. Ruapehu eruptierte und eine Wasser- und Schlammlawine die Bahnbrücke unterspülte und der Zug in den Fluss donnerte. 151 Menschen haben damals ihr Leben verloren. Bei blauem Himmel!! sahen wir den schneebedeckten Mt. Ruapehu - wunderbar.

Von Okahune aus fuhren wir die Mountain Road zum Skifeld Turoa, am Fuss des Mt. Ruapehu. Es war schon geschlossen, da bei der Talstation keine Schnee mehr liegt. Aber auch dort standen etwa 5 Schneekanonen!! Weit in der Ferne sah man den schneebedeckten Gipfel des Mt. Egmont (jetzt Mt. Taranaki). Wanderungen zu den Mangawhero-Falls und den Waitonga-Falls, hier nach einem ziemlich steilen Aufstieg auf einem Steg über ein Hochmoor mit Abstieg zu den Fällen und natürlich alles wieder zurück, hatten uns wieder einmal etwas Bewegung verschafft und unsere Blutzirkulation angeregt!

Dann fuhren wir noch weiter zum Whakapapa Village und Ivikau-Village,dem andern und etwas grössern, aber auch schon geschlossenen Skifeld. Auf dem Weg dahin hat man dann auch den Mt. Ngauruhoe nund den Mt. Tongariro sehr gut gesehen. Ngauruhoe ist ebenfalls schneebedeckt. Die Nacht haben wir im Camp.Platz in Whakapapa-Village verbracht, leider schon wieder mit Regen. Am andern Morgen hätte kein Mensch vermutet, dass dort 3 grosse Berge sind! Alles war in den Wolken versteckt. Wanderungen haben wir auch ausgelassen, da die Wege oft steil und bei schlechtem Wetter sehr rutschig sind (Wurzeln, Äste und Blätter!). Da kam uns dann Tokaanu mit seinem Warmwasserbecken herrlich vor zum planschen. Bei wieder sonnigem Wetter am andern Morgen gings über Mangakino - Benneydale - Te Kuiti zu den Waitomo Caves. Leider war das Wetter schon wieder umgeschlagen, aber für die Caves brauchten wir ja keinen Sonnenschein. Man kann dort die Aranui- und die Glühwürmchen-Höhlen besichtigen. Vor allem die Glühwürmchen sind aussergewöhnlich und man kann sie in Ruhe von einem Schiff aus betrachten , das ganz ruhig an einem Seil entlang gezogen wird. Es sieht fast aus wie ein übervoller Sternenhimmel, nur sind die Lichtlein grün und nicht silbern wie die Sterne.Wir fuhren dann noch bis Marokopa, nahe am Meer. Am nächsten Morgen, wieder einmal bei schönem Wetter, Wanderungen zur "Natural Bridge", einer natürlichen Felsbrücke und den Marakopa-Fällen und dann zum Strand in Kiritehere wo es Fossilien gibt. Viele Felsen sind dort voll von versteinerten Muscheln, aber Ammoniten haben wir keine gefunden.

Über eine gute Schotterstrasse gings dann am andern Morgen, noch bei passablem Wetter weiter nach Awakino durch eine wunderschöne ländliche Gegend mit vielen Schafen und hin und wieder Viehherden, über Sättel und durch Schluchten. In Motonui haben wir ein Info-Centre der Methanolfabrik Methanex besucht, das eine gute, recht informtaive Ausstellung (mit Video) bietet. Leider ist der Mt. Taranaki praktisch immer in den Wolken und die Sonne ist auch nicht mehr präsent. Von Stratford geht die Strasse Nr. 43 durch Schluchten und über Höhen (z.T. ist es Schotter, aber gut) und zeitweise atemberaubernder Aussicht nach Taumarunui, einem andern Übernachtungsort. Am Morgen wieder einmal mehr trüb und zeitweise Regen. In Wanganui war dem Camp.Platz wieder einmal direkt am Meer (Castlecliff). Am Morgen konnten wir sogar draussen frühstücken, allerdings mit Jacke, aber immerhin!! Und weiter gings nach Waitarere Beach (Gottseidank sind das immer kurze Strecken). Bei Ebbe ist der Strand dort riesenbreit, da sehr flach. Schon wars wieder vorbei mit dem besseren Wetter und über Waikane - Paparanui - Wellington sind wir in Lower Hutt angekommen.

Wellington selber hat keinen einzigen Camping Platz! Am andern Tag mit dem Bus in die Stadt zum Visitor Centre, zum Automobilclub (dort kriegen wir als Mitglieder des TCS sehr gutes Kartenmaterial gratis) und zum Hotel, wo am andern Abend eine Bekannte, die wir vor 14 Jahren in Los Angeles mit unsern amerikanischen Freunden Diane und John kennengelernt hatten, auf einer Neuseelandreise eintreffen sollte. Bei trübem Himmel, aber wenigstens ohne Regen, fehlte natürlich die Fahrt mit dem Cable Car von Wellington rauf zum Botanischen Garten und später wieder runter nicht. Mit dem Tagesticket war Busfahren ein Spass, den wir genossen haben. Die alte St. Pauls Kirche war wirklich einen Besuch wert. Sie ist ganz aus Holz und wunderschön mit sehr schönen Glasfenstern. Am nächsten Morgen fuhren wir den Camper zum Parkplatz der Fährenstation und ein netter Herr nahm uns mit seinem Auto mit in die Stadt und setzte uns, bei wieder einmal strömendem Regen direkt vor dem Museum Te Papa ab. Bis 5 h haben wir kaum die Hälfte des Museum gesehen aber wir wollten ja Karen und ihre Cousine Shirley treffen. War das ein Riesenspass und für die beiden eine Überraschung. Wir hatten ja ihren "Fahrplan", aber sie hatten keine Ahnung, wo und wann wir uns treffen würden. Gegen halbzwölf gings dann mit dem Taxi wieder zur Fährenstation und um 01.30 liefen wir aus für die Fahrt zur Südinsel. Gottseidank hatten wir die Nachtfahrt gewählt und nur knapp die Hälfte des normalen Fahrpreises bezahlen müssen, denn bei dem schlechten Wetter hätte man ja auch tagsüber sowieso nichts gesehen.

Auf der Fähre haben wir uns dann für die drei Stunden in der geschlossenen Bar auf die gepolsterten Bänke gelegt und werden Euch dann, wenn wir wieder aufwachen, weiter erzählen. Gute Nacht und schlaft auch gut.

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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