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Mitgliederbeitrag: Heinz Down Under NZ III

Neuseeland, 20. Dezember 2001

Guten Morgen, alle miteinander,

Nach der dreistündigen Fährenfahrt war Landung in Picton um 04.30 h ! Kurze Fahrt und ab in die nächste Nebenstrasse und hopp ins Bett. Nach Camp-Platz-Bezug, Wäsche etc. (natürlich bei Regen!) haben wir dann gegen Abend Karen und Shirl wieder getroffen und einen Bummel durch die Hauptstrasse von Picton gemacht, was mit Schaufenster ansehen und Läden besuchen eine gute halbe Stunde dauerte!! Nach dem Nachtessen haben sie uns in unserm "Palast" besucht und wir hattens recht lustig bis 22.30 h. Dann haben sich unsere Wege wieder getrennt.

Von Picton aus gings zum Kenepuru Sound (Wetter sehr wechselhaft, d.h. bedeckt oder Regen) und über Havelock, Canvastown, Pelorous Bridge, Whangamoa nach Nelson (nicht in einem Tag!). Leider gibt es über das Wetter nichts besseres zu berichten. Hin und wieder mal ein Sonnenstrahl war schon fast ein Sommer. In Port Mouteka haben wir wieder einmal "wild" übernachtet auf einem schönen Platz direkt am Meer mit Toiletten (nicht das Meer, sondern der Platz) und dem besten Trinkwasser weit und breit. Man darf dort höchstens 3 Nächte bleiben, hat aber keinen Strom. Von Kaiteriteri aus war eine Bootsfahrt zu den wunderschönen Buchten des Abel Tasman Nat.Park geplant. Auch die fiel dem Wetter zum Opfer, obwohl es zur Abwechslung mal nicht regnete. Die Besichtigung der Ngarua Caves am Weg zur "Golden Bay" war eine schöne Abwechslung. Leider war in Pohara das Wetter immer noch schlecht. Eine dreistündige Wanderung am Strand mit Regenjacke und Schirm (kalt war es überhaupt nicht) hat mal wieder etwas Bewegung verschafft und schöne Muscheln gebracht. In Tarakohe, ganz nahe bei Pohara, haben wir sogar ein paar ganz kleine versteinerte Seeigelchen gefunden. Das war schon was. über Collingwood gings dann nach Pakawau. Dort war wiederum eine Tour zum "Farewell Spit" geplant. 3 Tage haben wir im Regen gesessen (abgesehen von Strandspaziergängen mit Schirm, etwas weniger Charme und ganz ohne Melone) bis wir resigniert haben und Richtung Ostküste "abgehauen" sind. Wir werden auf dem Rückweg nochmals einen Versuch machen. Der ganze Weg zurück (unterwegs haben wir viele überschwemmte Wiesen gesehen) und weiter bis Blenheim, war dann nur eine Sache von 2 Tagen. Und siehe da, an der Ostküste war das Wetter viel besser, wenigstens für 2 Tage! Hier hatten sie in der letzten Woche keinen Tropfen Regen.

In Blenheim war es um 9h morgens so schön warm, dass wir draussen frühstücken konnten ! Weiter die Küste hinunter, wo wir am Ohau Point eine grosse Kolonie Seehunde beobachten konnten. Gezählt hatte ich über 50 Tiere, aber es waren bestimmt noch einige mehr, vor allem ev. auch noch im Wasser. Von einer Plattform aus kann man sie beobachten, aber nicht so nahe, dass die Tiere gestört werden. In Kaikoura ist eine andere Seehundekolonie. Wir haben aber nur 3 gesehen, dafür kommen sie ganz nahe, bis auf knapp 10 Meter heran. Die Nacht in Kaikoura war ziemlich unruhig, da morgens um 3 h ein gewaltiger Sturmwind aufkam und uns kaum mehr schlafen liess. Es rüttelte und schüttelte und pfiff ganz schön. Wir hatten bald das Gefühl, dass uns das schlechte Wetter verfolgt, denn am Morgen war wieder einmal Nieselregen. Entlang der Küste weiter nach Süden haben wir noch ein paar Seehunde gesehen.

Nächster längerer Halt war Christchurch mit dem Camp-ground in South New Brighton etwas ausserhalb der Stadt nahe am Meer. Hier ist auch eine Filiale von Adventure Travel und sie haben uns 4 neue Pneus montiert. Die alten waren eigentlich schon ungesetzlich (sprich abgefahren). Da sie uns für den Nachmittag ein Auto zur Verfügung stellten, machten wir einen ersten Ausflug in die Stadt. Der grosse Platz vor der schönen Kathedrale gibt einem das Gefühl von Weite und die vielen Baeume, auch in den Fussgängerzonen lassen die Stadt sehr freundlich erscheinen. Gottseidank war auch das Wetter wieder einmal besser und die Sonne schien meistens. Leider nur für diesen Tag, denn am nächsten wars schon wieder bedeckt und regnete zeitweise.

Also eine Rundfahrt mit dem Gratisbus und dann ab ins Canterbury Museum, das sehr schön und interesssant ist. Vor allem die Antarctic-Ausstellung ist faszinierend. Da das Parkieren mit dem Wohnmobil in der Stadt meistens ein Problem ist, nehmen wir am andern Morgen den Bus. So kann man auch viel besser die Quartiere sehen, durch die man fährt. Am nächsten Tag Regen!!! Da kam der Besuch des "Antarctic Centre" beim Flughafen gerade richtig. Von dort aus starten die Amerikaner, die Neuseeländer, die Italiener und noch einige Nationen mehr zu ihren Forschungsstationen auf Antarctica. Das ganze Centre ist sehr informativ und gut aufgebaut mit 3 interessanten Videofilmen (je 45 Min!). So fuhren wir erst gegen 18 h noch nach Diamond Harbour.

Dann folgte Birdlings Flat, wo man im groben Kiesstrand mit viel Glück blaue Achate und mit noch mehr Glück versteinertes Holz finden könnte. Ein paar kleine blaue Achate habe ich dann am Abend und am nächsten Morgen doch gefunden, aber das wars schon. Dafür tauchte beim Morgenspaziergang zum Ende der Bucht (ich war allein) plötzlich ein grosser, stattlicher, Seehundbulle mit langem Schnauz auf. Wir haben uns eine Weile beobachtet und ich habe ihm gesagt, was für ein Prachtstier er ist und so hat er sich pleotzlich zwei Felsbrocken weiter verschoben, sich dann hingelegt, mir den Rücken zugekehrt und hat weiter geschlafen. Ich hatte ihn offensichtlich noch im Schlaf gestört.

Da das Wetter zur Abwechslung wieder einmal etwas besser war, fuhren auf der "Summit Road" (Höhenstrasse) nach Akaroa, einem schönen (aber sehr touristischen Ort) auf der Banks Peninsula. Nach Sonne am nächsten Morgen stand eine Hafenrundfahrt auf dem Programm. Akaroa hat einen sehr langen "Hafen" und die Fahrt war sehr schön, d.h. sie wäre noch schöner gewesen bei Sonnenschein. Leider war seit 10 h wieder alles bedeckt. Von Akaroa gings dann über Rakaia (über die längste Brücke Neuseelands), entlang dem Rakaia Fluss (man sieht ihn allerdings nicht) durch die Canterbury Plains bis zum Fuss der Berge.

Was wir dort alles erlebt haben, erzähle ich ein anderes Mal.

Für heute wünschen wir allen ein frohes und geruhsames Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr bei guter Gesundheit und Zeit für alles, was ihr so gerne treibt. Rutsched güt übere und händ eu Sorg

Euer Reiseteam Dor und Heinz

=> Heinz Down Under NZ II
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