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Mitgliederbeitrag: Heinz Down Under NZ VII

Neuseeland, Ende Februar 2002

Hallo, alle miteinander,

Hier sind wir wieder. Immer noch in Queenstown. Leider hatte uns jemand einen Virus im Computer angehängt, sodass Heinz ihn zu Toshiba bringen musste, damit sie es wieder richteten und ein Antivirus-Proramm installierten. Vielen Dank noch an alle, die uns eine Warnung geschickt haben.

Bevor wir Queenstown verliessen, gabs nochmals Kaffe bei Dani und Anita. Anitas Mutter war zu Besuch (sie wohnt in Christchurch) und es war interessant, über Neuseeland zu plaudern. Aber danns gings weiter in die "Goldstadt" Arrowtown, etwa 30 km von Queenstown! Heinz hat auch dort im Arrowriver sein Glück versucht aber es war an diesem Platz auch zuviel Wasser im Fluss. Am nächsten Morgen haben wir es noch an einem andern Ort versucht, aber auch da ohne Erfolg. Dafür haben wir am Vorabend Riesenboviste gefunden. Einer war noch jung und fest und gab ein wunderbares Nachtessen. In der Karawau Gorge gibt es ein "Mining Centre". Leider (oder Gottseidank) waren wir für die letzte Führung zu spät und konnten aber noch Goldwaschen. Wir haben sogar einen ganz schönen "Flitter" gefunden und wären fast eingeschlossen worden. Glücklicherweise hat der letzte des Teams dort unsern Wohnwagen auf dem Parkplatz gesehen und dachte, er sähe besser nochmals nach. Es wäre eine sehr ungemütliche Nacht geworden!!

Auf der Weiterfahrt, in der Nähe von Wanaka gibt es ein 3-dimensionales Labyrinth und eine "Crazy World". Zimmer mit schiefen Ebenen, ein Schräglift der von selbst "aufwärts" fährt etc. Das Labyrinth könnte man ohne Fehler in einer halben Stunde durchlaufen. Die meisten Leute brauchen ca. 1 1/2 Std. (wir auch) und es gibt sogar welche, die bis zu 3 Stunden brauchen! Es war richtig "de Plausch". Nun fing auch die Gegend mit vielen Früchten an und man kann sie, wie bei uns, direkt beim Bauern kaufen (meistens ein Stand in der Nähe der Strasse). Aprikosen, Pflaumen, Gravensteiner und andere Äpfel.

Von Lake Hawea gings Richtung Haast Pass entlang dem Makarora River. 1. Halt und ein 40-Min. "Walk" zu den "Blue Pools". Das Wasser war wirklich wunderbar blau/türkis und nicht das erste mal gings über eine sogenannte "Swingbridge", eine Hängebrücke für Fussgänger, die ganz schön schaukeln kann. Dann Fantail-Falls (nur 10 Min.) und Thunder Creek (ebenso kurz) und dann die engste Stelle des Haast Passes die "Gates of Haast" mit der Strassenbrücke. Das untere Haasttal ist ein sehr breites Kiesbett, durch das der Fluss sich schlängelt. Kurz vor der Abzweigung nach Haast Town gibt es ein sehr gut dokumentiertes Visitor Centre. An der Haastbeach wieder einmal den so geliebten Strandspaziergang. Später hat Heinz noch sein Glück beim Goldwaschen in der Lagune versucht. Nur etwas Goldstaub. (Ich für mich muss die Flitter wenigstens sehen können, sonst finde ich es mühsam und verzichte lieber). Das Wetter wurde jetzt immer besser und die Temperaturen wenigstens tagsüber etwas wärmer, dafür hatte es Unmengen von Sandflies (ganz kleine Fliegen, die aber gemein stechen, vor allem in die Füsse).

Auf der Fahrt Richtung Norden, aber noch an der Westküste gabs wieder einiges zu sehen. Dune Lake walk (40 Min.) durch Küstenregenwald zu einem See inmitten von Dünen, Knights Point Aussichtspunkt, wo man mit dem Feldstecher sogar Seehunde sehen konnte. Monroe Beach walk (2 Std.) wieder durch schönen Küstenregenwald zu einem Kiesstrand. Auf dem Rückweg haben wir mit viel Glück eine Eule gesehen (die eigentlich schlafen sollte um diese Zeit). Und dann kam der berühmte Fox-Gletscher! Da das Wetter ziemlich wechselhaft sein kann, fuhren wir noch zum Parkplatz beim Gletscher und von dort gings dann auf einem guten, aber z.T. steilen Trampelpfad zum Aussichtspunkt (30 Min.). Die Bergspitzen waren leider in den Wolken, aber man sah wenigstens den untern Teil des Gletschers. Übernachtet haben wir in Fox Glacier (so heisst der Ort) und starteten am andern Morgen zu einer Rundwanderung um den Lake Matheson, in welchem sich Mt. Cook und Mt. Tasman spiegeln (wenn kein Wind und keine Enten das Wasser rippeln!). Es war wunderbar, zwar immer wieder rauf und runter, aber schön durch den Wald. Von Gillespies Beach aus, kann man die schneebedeckten Mt. Cook und Mt. Tasman sehen. Für uns sind die Gletscher ja nichts fremdes, aber am Meeresstrand zu stehen und sie zu sehen ist schon etwas besonderes.

Am gleichen Tag fuhren wir noch weiter nach Franz Josef Clacier (dieser Ort heisst auch so und ist ganz nah). Am nächsten Morgen gings auch hier noch zum Gletscher und im Gegensatz zu Fox geht es (ausser am Anfang über die Endmoräne) fast eben durch eine Riesenkies- und Steinebene. Das Wetter war wieder einmal sehr wechselhaft. In Whataroa meldeten wir uns für eine Fahrt ins "White Heron Sanctuary" (Nistkolonie für weisse Reiher) an. Zuerst fuhr man ca. 20 Min. mit einem kleinen Bus, dann 20 Min. mit einem Jetboot auf dem Fluss (ich mag die Dinger nicht, sie sind viel zu schnell, man kam kaum etwas sehen), dann ein rechtes Stück mit einem Traktor und Anhänger mit Bänken und am Schluss noch über einen "Boardwalk" zum "Hideout" (Beobachtungsstelle). Die Bäume dort waren voll von Nestern mit Jungen, z.T. 4 Tage alt z.T. schon 10 Tage alt. Der Rückweg war dann das Ganze in umgekehrter Reihenfolge. Am Boardwalk haben wir sogar noch einige verblühte Greenhood-Orchideen gesehen und auf der Traktorstrecke ein eben aufblühendes Cymbidium (wahrscheinlich Earina autumnalis). Die Nacht haben wir dann in Ross (auch eine Goldstadt mit einer noch arbeitenden Goldmine) verbracht. Am Morgen endlich wieder einmal schönes Wetter und natürlich war auch für uns, resp. für Heinz Goldwaschen angesagt, aber leider wieder nicht sehr erfolgreich.

Gegen abend gings dann noch weiter bis nach Hokitika, das die Hochburg für Neuseelandjade ist. Wir wollten ja selber auch noch Jade suchen gehen, aber das ist schwierig und so habe ich vorsichtshalber 4 Stück Steine gekauft (was me hätt, das hätt me). Die Hokitika Gorge, wieder mit türkisblauenm Wasser, die Dorothy Falls und der Lake Kaniere waren einen Ausflug und ein Stück gute Naturstrasse wert.

Nächster Übernachtungsort war Greymouth, die letzte grössere Stadt an der Westküste. Hier haben wir unsern Rückflug in die Schweiz (Ende März) gebucht. Auch unsere langen Ferien gehen ja mal zu Ende!! Am Nachmittag zum Nelson Creek und Goldwaschen. Es gibt einen grossen Wiesenplatz hier mit Toiletten und man darf hier sogar übernachten. Zum Goldwaschen am Fluss gings zuerst durch einen Tunnel, dann über eine dreiteilige Hängebrücke (mit zwei Stützpfeilern) und dann einem kurzen Fussweg. Hier haben wir sogar wieder einmal ein paar Flitter gefunden. Nach soviel Gold (so ca. 0,05 Gramm) konnten wir natürlich auch gut schlafen und am andern Morgen ausgeruht weiterfahren. Aber darüber erzähle ich das nächste Mal.

Für heute liebe Grüsse an alle

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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