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Mitgliederbeitrag: Heinz Down Under NZ VIII

Neuseeland, März 2002

Hallo, alle miteinander, Abfahrt von Nelson Creek und Weiterfahrt über Taylorsville - Rumanga - Rapahoe nach Punakaiki und den "Pancake Rocks". Wir waren gerade zur richtigen Zeit, nämlich Flut, angekommen. Leider "funktionierte" das "Blowhole" nicht, da die See zu ruhig und die Flut nicht hoch genug war. Die "Pancake Rocks" sehen wirklich aus wie aufeinandergeschichtete Omeletten (pancakes). Ueber einen Rundgang kann man durch diese Felsen wandern.

Weiter gings der Küste entlang und es folgte eine Wanderung am "Truman Track". Schöner Weg aber ziemlich steil runter und am Schluss durch die Klippen zum Strand. Höhlen, Ueberhänge und 1 kleiner Wasserfall. Dann erreichten wir Cape Foulwind. Es gibt dort eine grosse Seehundkolonie und wir haben die Tiere anderthalb Stunden lang beobachtet. Sie lagen faul auf denFelsen oder tummelten sich im Wasser mit sehr viel Vergnügen wie es schien. Viele ganz junge Seehunde tranken z.T. sehr ausgiebig bei ihren Müttern. In Westport haben wir uns nur zum Einkauf aufgehalten und sind gleich weitergefahren um bei Waimangaroa einen Creek zu finden. Gefunden haben wir eine sogegannte "Melkstation". Eine junge Frau sagte uns, dass in etwa 20 Min. die Kühe zum melken kommen würden. Der Bauer erlaubte uns, zuzusehen und zu fotografieren. Es ist wie ein grosses Karrussel. Die Kühe kommen einzeln in ein Abteil, werden abgespritzt (hinten) und die Melkmaschine wird angesetzt. Bis das Karrussel rundum ist, sollte die Milch draussen sein, die Melkmaschine klickt sich automatisch aus und die Kuh geht rückwärts wieder raus. Ist die Milch noch nicht ganz raus, macht sie noch eine Runde. 2 Leute nur braucht es für die ganze Prozedur. Einen am Anfang und einen am Ende. 28 Kühe haben gleichzeitig Platz und für 280 Kühe brauchen sie ca. 1 1/2 Stunden! Wenn der Bauer sieht, dass an einem Euter etwas nicht in Ordnung ist, kommt die Milch in einen Extrabehälter, damit nicht der ganze Tank voll "versaut" ist, denn die Milch wird streng kontrolliert. Der Bauer hat uns sogar angeboten, dass wir entweder am Strand (sehr sandig) oder am Fluss übernachten könnten. Wir haben den Fluss gewahlt. Die Sandflies leider auch. Es wäre herrlich ruhig gewesen, wenn da nicht eine Kuh, die sicher bald ein Baby bekommt, die ganze Nacht fürchterlich gemuht hätte. Hoffentlich hat sie ihr Baby in der Zwischenzeit!

Nach einem kurzen Abstecher zum Strand fuhren wir zum Brittania Creek. Heinz ging wieder Gold waschen (leider erfolglos). Ich schlief noch etwas und las. Dann Weiterfahrt nach Lyell und wieder Gold waschen. Wieder nichts! Dafür Tausende von Sandflies. Uebernachten in Murchison. Am Morgen herrliches Wetter. Durch die Upper Buller Gorge fuhren wir nach Howard Valley und zum Lois Creek. Unten im Tal darf man campieren (es hat sogar eine schöne Toilette und einen BBQ-Platz). Steil geht die Strasse den Berg hinauf und von dort geht es wieder sehr steil in den Creek hinunter. Ich verzichtete leichten Herzens aufs Gold waschen und habe mir die Zeit anderweitig vertrieben. Heinz hatte wieder einmal Glück und ein paar schöne Flitter gefunden. Uebernachten wie gesagt im Tal unten und am nächsten Morgen noch zum New Creek. Wieder hatte er etwas gefunden und nach dem Mittag gings weiter nach St-Arnaud im Nelson Lakes Nat.Park. Im sehr gut dokumentierten Visitors Centre buchten wir einen Platz im Kerr Bay Camping (sogar mit Strom, Toiletten und Duschen). Nach dem Nachtessen, so gegen halbacht, machten wir noch den schönen Spaziergang durch den Wald. Ein sehr gut ausgebauter Weg führt rauf und runter auf einem Rundkurs mit Info-Tafeln wieder zurück zum Camping (eine knappe Stunde). Am nächsten Morgen habe ich sage und schreibe bis 08.40 geschlafen!! Nach dem Frühstück Weiterfahrt über Golden Downs, Belgrave, Tapawera nach Motoueka. Da es hier das beste Wasser gibt, musste natürlich der Tank aufgefüllt werden.

Weiterfahrt und Kaffeehalt mit Muffins bei den Ngarua Caves zu einem Schwatz mit Lorraine und Mike. Alle 4 freuten sich übers Wiedersehen. Kurz vor 19 h Weiterfahrt über Takaka nach Pohara (sehr guter Top 10 Camp.). Diesmal war er ziemlich voll, da noch Schulferien, ein langes Wochenende und am Mittwoch noch ein Feiertag waren. Da wir das letzte mal wegen Regen nicht viel unternehmen konnten, fuhren wir diesmal über eine gute, teilweise sehr steile Naturstrasse nach Totaranui. Sehr schön am Meer mit einfachen Camp-Möglichkeiten. Leider kam wieder ein kurzer Regenguss und wir fuhren durch den schönen Küstenregenwald zurück nach Pohara und weiter nach Collingwood. Am andern Morgen haben wir auch die das erste mal im Regen "versoffene" Bustur zum Fairwellspit und der Tölpelkolonie nachgeholt.

Abfahrt um 07.15!! Die Abfahrtszeiten richten sich nach Ebbe und Flut, da man fast alles auf dem Strand fährt. Ein 1959er Bedford! war unser ganz bequemes Transportmittel. Nach einem Halt beim Leuchtturm gings dann ganz zum Spitz und zu Fuss ca. 20 Min. teilweise durch ein wenig Wasser zu einem Aussichtspunkt (kleine Sanddüne) mit Sicht auf die Tölpelkolonie. Die Jungen waren bereits nicht mehr im Nest und schon ziemlich gross, aber es war trotzdem schön, die Vögel zu sehen und vor allem im Flug zu beobachten. Auf dem Rückweg gab es Kaffee und Muffins beim Leuchtturm und dann noch einen Abstecher zum Fossil-Point. Auf der ganzen Fahrt haben wir viele Vögel gesehen: Pied und Variable Oystercatcher, Godwit, Dotterel, Turnstone, Black- und Whitefronted Tern, Caspian Tern, Graureiher und 1 Spoonbill. Auf der Fahrt zum Fairwellspit waren auch Camp-Nachbarn von Collingwood, Monika und Toni, die gar nicht weit von uns weg wohnen in Wermatswil bei Uster. Sie fliegen nachher nach Australien und waren froh über Informationen aus erster Hand.

Am nächsten Tag ging wieder mal zum Goldsuchen ins Aorere Tal. Ich verzichtete und Heinz hat nichts gefunden! Den Abend haben wir nochmals mit Monika und Toni verbracht. In der Nacht hat uns wieder mal der Regen eingeholt. Am Morgen war das Wetter wieder etwas besser und wir fuhren zum Cape Fairwell. Vom Parkplatz aus gings entlang dem Dune Lake ein Stück runter durch den Wald und am Schluss über die Klippen hinunter zum Strand mit sensationellen Felsformationen. Höhlen, Einschnitten, Ueberhängen und Bogen. Es war einfach herrlich. Leider gings dann am Ende der Bucht über etwa 3 ziemlich hohe Sandduenen und nachher ziemlich steil den Berg hinauf bis man dann ebenso steil wieder zum Parkplatz runter stieg. Das war wirklich anstrengend, aber der Strand mit den Felsen lohnt die Mühe.

Weiter gings nach Seaford und auf einer guten Naturstrasse durch eine landschaftlich wunderschöne Gegend mit Fjorden (im Moment ohne Wasser) nach Paturau River. Auf dem Rückweg haben wir einen Halt beim Nugget-Cafe eingeschaltet und auch gleich ein Stück supergute hausgemachte Pizza gegessen. Da wir damit die Zeit noch etwas verzögern konnten, waren die Fjorde auf dem Rückweg dank der Flut grösstenteils mit Wasser gefüllt, was alles noch schöner machte! Leider mussten wir dann am andern Morgen feststellen, dass wir beim rechten hintern Innenrad einen Platten hatten. (Wir, resp. unsere fahrbare Villa hat hinten Doppelräder). Es war Samstag!! Die Garage hatte keine Zeit und kein Material, das Rad zu flicken. Wir haben nur gewechselt und sind weitergefahren. Motueka wäre die erste Gelegenheit für neue Pneus gewesen, aber eben, Wochenende! So sind wir (nach einem erneuten Zwischenstop mit Plaudern bei Lorraine und Mike) nach Kaiteriteri und haben am nächsten Tag die ebenfalls verschobene Bootsfahrt in den Abel Tasman Nat.Park nachgeholt.

Um 9 h gings los und wir fuhren mit bis Totaranui, sind dann auf der Rückfahrt um 12.40 in Back Beach ausgestiegen und um 16 h mit dem nächsten Schiff wieder zurück nach Kaiteriteri. Leider wurde es immer bedeckter. Ich ging zwar sogar mal ins Wasser um zu schwimmen, aber es war mir zu kalt und so war ich schnell wieder draussen. Um etwa 15 h hat dann ein leichter Regen eingesetzt und die Rückfahrt war ohnehin trübe vom Blickwinkel der Aussicht her. Nach einer Regennacht fuhren wir dann am Montagmorgen die kurze Strecke nach Motoueka zum Pneuhändler, der natürlich unsere Grösse (Lastwagen) nicht vorrätig hatte und die Reifen in Christchurch bestellen musste. Mittwochmorgen war dann alles wieder im Butter und die Fahrt konnte weitergehen.

Da das Wetter wieder sonnig war, machten wir einen Abstecher nach Rabbit Island und dort einen langen Strandspaziergang. Die Flut fing gerade an wieder zurückzugehen, und fanden viele noch geschlossene grüne (sehr berühmt) Muscheln und haben auch fleissig eingesammelt. Das gab ein sehr gutes Nachtessen nach unserer Ankunft in Canvastown, resp. dem Pinedale Motor Camp (wo wir am Anfang auch übernachtet hatten). Da im dortigen Fluss auch Gold gewaschen wird, war natürlich die Beschäftigung für Heinz in den nächsten 2 Tage gesichert. Ich habe nicht so viel Geduld und lieber gelesen und anderes gemacht (Wäsche, Photos anschreiben, etc.). Am 16. Februar sind wir dann nach einem guten Tom.Spaghetti-Mittagessen über Havelock und den Queen Charlotte Drive nach Picton gefahren um mit der Fähre um 21.30 h nach Wellington zu "gondeln". Das Meer war ruhig und die Ueberfahrt somit kein Problem.

Wie es weiterging, erzähle ich Euch das nächste Mal.

Liebe Grüsse und haltet die Ohren steif

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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