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Mitgliederbeitrag: Heinz Down Under NZ IX

Neuseeland, Ende März 2002

Hallo, alle miteinander,

Hier sind wir wieder in Wellington. Nach der Fähre, haben wir direkt auf dem Parkplatz erst mal einige Stunden geschlafen und sind dann um sämtliche Buchten von Wellington gefahren, um gegen Abend dann auf einen Campingplatz zu fahren. Weiter gings dann am andern Morgen über den Rimutaka-Pass nach Greytown und zur Waiohine-Gorge. Eine schöne Strecke auf meist Naturstrasse. In der Schlucht gibt es die längste Fussgängerhängebrücke von NZ. Sie hat auf beiden Seiten grobmaschige Metallnetze und am Boden keine Bretter, sondern nur ein feinmaschiges Netz mit einem dicken eingeflochtenen Stahlkabel und schmalen Aluminium Querstäben. Es schaukelt ganz schön und ist auch recht hoch. Diese Brücken heissen also zu Recht "Swingbridges" (Schaukelbrücken) und es darf sich auch nur 1 Person auf der Brücke aufhalten. Es hat ja auch nicht Platz für mehr, man könnte nicht kreuzen und umdrehen scheint mir auch fast unmöglich. Ich bin sogar tapfer rüber und wieder zurück!

Masterton war unser nächster Uebernachtungsort. Nach dem Besuch des Visitors Centre gings durch eine schöne Gegend zum Castle Point. Campplatz der direkt am Strand ist. Eigentlich wollten wir baden gehen, aber das Wasser war uns zu kalt. Am nächsten Morgen wieder einmal Regen und später immer hin und her. Wir gingen trotzdem an den Strand, da es Blöcke mit versteinerten Muscheln hat. Kurz nach Mittag fuhren wir weiter und machten einen Halt im Mt. Bruce Wildlife Centre. Um 15 h werden die freilebenden Kakas (grosse Papageienart) gefüttert. Es kommt, wer Hunger hat! Heute waren es etwa 10. Im Kiwi-Haus haben wir dann noch den Grossen Braunen Kiwi beobachten können. Nach einer Nacht im sehr schönen (und billigen) Campplatz in Eketahuna konnten wir am andern Morgen mit Derek Batchelor wegen Fossilien sprechen. Er konnte uns zwei leicht zugängliche Fundstellen angeben. Die andern waren für uns unerreichbar. Also fuhren wir los Richtung Akitio. Heinz hatte vergessen, unsern leeren Geldbeutel am Bankomat wieder aufzufüllen. Diesel wurde auch knapp und so mussten wir wieder 10 km zurückfahren, um Treibstoff zu bekommen. Da sie dort keine Kreditkarte nehmen konnten, ging unser letztes Bargeld auch noch weg. Der Camping-Platz in Akitio konnte ebenfalls keine Kreditkarten akzeptieren (was äusserst selten vorkommt) und so haben wir halt wieder einmal "wild" campiert. Es war absolut kein Problem. Da ich sehr früh erwacht bin, habe ich wieder einmal einen wunderschönen Sonnenaufgang beobachten können.

Nach einem erneuten Strandpaziergang gings dann weiter über Weber - Ti Tree Point nach Herbertsville. Wieder dasselbe mit dem Camp-Platz: keine Kreditkarte. Also ein Stück raus und dem Meer entlang und an einem schönen Platz wieder "wild" campieren. Heinz ging Fossilien suchen und ich habe mir einen faulen Nachmittag gemacht. Am andern Morgen kam dann auch für mich der lange Strandspaziergang (3 1/2 Stunden) bis zum Cape Turnagain. Nächster Halt war in Dannevirke und eine Einladung zum Tee und Mittagesssen bei Familie Batchelor. Wir haben auch ein paar wunderschöne Sachen geschenkt bekommen. Derek hat eine grosse Fossiliensammlung (vor allem Muscheln). Um 14 h gings weiter (mit einem Glacehalt bei einer berühmten Eiscreme-"Fabrik" in Hastings) bis Clifton. Camp-Platz direkt am Meer. Kiesstrand, d.h. sehr mühsam zum Strandwandern. Eine Fahrt am andern Morgen, auf einem traktorgezogenen Anhänger, direkt auf dem Strand brachte uns zur berühmten Tölpelkolonie. Man fährt direkt mitten durch. Links und rechts auf den Felsen sind die Vögel. Die Jungen sind bereits ziemlich gross (z.T. grösser als die Eltern) können aber noch nicht fliegen. Ihr allererster Flug (ohne einmal vorher zu üben) bringt sie dann direkt nach Australien, von wo sie nach ca. 3 Jahren zurückkommen, um eine Familie zu gründen und Neuseeland nie wieder zu verlassen!

In Napier, der Art-Deco-Stadt, machten wir einen kurzen Aufenthalt und spazierten durch die "Ladenstrasse" und schon gings weiter und wieder übernachten auf einem Platz, auf welchem campieren erlaubt ist direkt am Totika- (auf der einen Seite) und Waikopiro-See (auf der andern Seite). Viele Enten und schwarze Schwäne. Hier haben wir sogar die ersten 2 weissen Schwäne in NZ gesehen! Am Morgen gabs die ersten Anzeichen von Herbst mit Morgennebeln. Ein schöner Spaziergang rund um den kleinen Waikopiro-See hat etwas Bewegung verschafft.

Wieder ging die Fahrt weiter. Kurzer Einkaufshalt in Wairoa und dann lange Strandspaziergänge in Mahia Beach und Oraka Beach. Ein netter Mann hat mir noch "wilde" Zucchetti und Tomaten aus seinem Garten geschenkt! Uebernachten in Gisborne, der Stadt, die als erste auf der Welt am Morgen die Sonne sieht! Von Gisborne aus gings dann um die Halbinsel mit verschiedenen Halten und einigen Uebernachtungen. Die Strecke ist landschaftlich sehr schön, aber man ist nicht oft direkt am Meer (Klippen) und wenn, dann ist meist Kiesstrand und Felsen, also nichts zum Baden. Letzte Station auf der Halbinsel war Tirohanga mit einem schönen Camp.Platz. Das Wetter ist immer etwas wechselhaft mit viel Wind. Auf der Weiterfahrt entlang der Küste war dann in Whakatane das Wetter doch so gut, dass wir einen Flug nach "White Island", einer Insel mit einem noch aktiven Vulkan, machen konnten. John ist ein sehr guter Pilot und wir haben mit dem kleinen 4-Plätzer viermal den Vulkan umrundet, sodass wir den Krater mit der Dampfwolke und dem giftgrünen See gut sehen konnten. Am Schluss haben wir noch mit ihm und seiner Frau Carol im Stadtbüro Kaffee getrunken und lange geplaudert bevor wir dann nach Mt. Maunganui weitergefahren sind.

Der Campingplatz liegt direkt am Fuss des Berges am Ende der Halbinsel. Auf der einen Seite ist das Meer ziemlich bewegt und auf der andern Seite (Hafenseite) ist es sehr ruhig. Am andern Morgen waren wir bei Camp.Nachbarn von Tirohanga, die in Mt. Manga. wohnen, zum Kaffee eingeladen. Wieder sehr wechselhaftes Wetter mit ziemlich Regen. Da es am Mittag etwas besser wurde, haben wir doch die Rundwanderung um den "Mount" gemacht (knappe Stunde) und haben nachher noch in den warmen Salzwasserpools (eine schöne "Badi") gesessen. Gegen Abend waren wir in Pios Beach auf einem schönen, direkt am Strand gelegenen Camp-Platz. Am andern Morgen beschliessen wir, noch 1 Tag zu bleiben. Von einem Nachbarn bekommen wir bereits gekochte Tuatua-Muscheln und etwas ThaiSauce. Gegen Abend, bei Ebbe holt Heinz noch "green Mussels" von den Felsen und am Strand finden wir noch mehr Tuatuas. Es macht Spass, so zwei Stunden dem Strand entlang zu gehen und sich sein Nachtessen einzusammeln.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann nach Auckland und die folgenden Tage blieben wir mehrheitlich im Camping, haben Steine sortiert und Koffer gepackt. Wir werden einen Teil unseres grossen Gepäcks per unbegleitetes Fluggepäck in die Schweiz schicken, das ist billiger als die teure und sehr langsame neuseeländische Post.

Am Montag, den 11. März gings dann nochmals nordwärts bei allerdings einmal mehr sehr wechselhaftem Wetter. Unser erster Übernachtungsort im Sandspit-Camping bei Warkworth war ganz speziell. Der Platz ist eigentlich ein Freilichtmuseum! Ueber Mangawhai-Heads gings der Küste entlang nach Whangarai-Heads. Nach einem kurzen Besuch am Flugplatz (wegen der Wettervorhersage) und einer Einladung zum Kaffe wurden wir dann zu Paul und Helen beim Segelflugplatz Puhipuhi "weitergereicht", die uns auch prompt zum Mittagessen einluden. Leider wieder einmal Regen und so hatten sie nichts besseres vor, als den Nachmittag mit uns zu verplaudern. Wir haben ein sehr schönes Stück altes Kauri-Harz geschenkt bekommen. Kurz nach 16 h fuhren wir uber Kawakawa nach Kerikeri. Am andern Morgen fuhren wir dann wieder quer über die Insel nach Ahipara am Anfang der berühmten 90-Mile-Beach (der Strand ist zwar "nur" 84 km lang!). Schöner breiter Sandstrand und lange Spaziergänge am Abend und am Morgen. Übernachten auf dem Picnicplatz.

Dann Fahrt über Broadwood (schöne Gegend) nach Kohukohu und Fähre nach Rawene. Weiter über Kaikohe zu den Ngawha Springs mit einem Bad in den heissen Thermalbecken. Es war herrlich! Nochmals ein Halt in Paihia und dann die Fähre nach Okiato und Fahrt nach Russell. Camp.Platz gefiel uns nicht und wir fuhren nach Orongo Bay Camp. Einfach und günstig. Von dort aus gings dann der Küste entlang über Parekura Bay, einem Abstecher nach Oakura, wieder nach Whakapapa und da das Wetter nicht schlecht und es Samstag war, nochmals zu Paul und Helen und dem Segelflugplatz. Unglücklicherweise kam niemand an diesem Samstag (Fluglehrer waren an einem Kurs) und nach einer Tasse Kaffee mit Helen fuhren wir weiter. Kurz nach Whakapara standen wir dann eine gute Stunde im Stau wegen eines schweren Unfalls. Weiter über Dargaville nach Matakohe auf einen wunderschön gelegenen Campground. Das grosse Kauri-Museum ganz in der Nähe hielt uns am andern Morgen fast 4 Stunden gefesselt. (Kauris sind sehr grosse Bäume, die erst weit oben Aeste haben und sehr hartes Holz, also sehr brauchbar zum Schiffsbau etc.). Und dann gings schlussendlich zurück nach Auckland, von wo wir in ein paar Tagen via Amerika nach Hause fliegen.

Ich werde mich aus der Schweiz nochmals melden. Für heute liebe Grüsse und bis bald,

Euer Reiseteam Dor und Heinz

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